Penetration von Kosmetika durch die Haut - Fakten und Mythen

Penetration von Kosmetika durch die Haut - Fakten und Mythen  - 1

Die Haut ist eine Barriere, die uns vor schädlichen äußeren Umwelteinflüssen schützt. Darüber hinaus hat es die Fähigkeit, Wirkstoffe tief in die Haut zu transportieren, wodurch wir die gewünschten Effekte erzielen können. Aber funktionieren sie alle so, wie wir denken? Wir räumen mit gängigen Mythen auf!

Penetration von Wirkstoffen durch die Haut

Die grundlegende Barriere für die in Kosmetika enthaltenen Wirkstoffe ist die Hornschicht der Epidermis. Es hat einen lipophilen Charakter, der das Eindringen von Molekülen in tiefere Schichten begrenzt. Für den Transport von Wirkstoffen stehen drei Wege zur Verfügung: interzellulär, transzellulär und über die Hautanhangsgebilde (Haarfollikel, Talg- und Schweißdrüsen).

Die wichtigsten Faktoren, die die Penetration beeinflussen, sind:

● Hautzustand – je dicker die Hornschicht der Epidermis, desto schwieriger ist es für Substanzen, tief in sie einzudringen. Deshalb ist es sehr wichtig, regelmäßig ein Peeling durchzuführen. Dünne und gut mit Feuchtigkeit versorgte Haut kann besser aufnehmen.

● Chemische Eigenschaften von Kosmetika (Größe und Form der Moleküle) – kleine und kurze Moleküle dringen am leichtesten ein, z. B. Allantoin, Retinsäure, Glycerin.

● Eigenschaften der dermatologischen Grundlage – die Absorptionsrate der Inhaltsstoffe hängt von der chemischen Zusammensetzung ab. Substanzen mit zugesetzten Ölen, wie zum Beispiel Nachtkerze, dringen besser ein, da sie sich mit Lipiden verbinden. Produkte mit zugesetztem Mineralöl dringen langsamer ein, da sie eine okklusive Schicht auf der Haut bilden und die Aufnahme von Kosmetika dadurch erschwert wird.

● Resorptionsbeschleuniger – auch Absorptionsförderer genannt, die das Erreichen tieferer Schichten erleichtern und beschleunigen. Die häufigsten hierfür sind Glykole und Alkohole. Sie wirken, indem sie die Durchlässigkeit der Hornschicht der Epidermis erhöhen.

Dringen die Inhaltsstoffe tatsächlich in unsere Haut ein?

Das Eindringen von Wirkstoffen in die Haut ist ein komplexer Prozess, der von vielen Faktoren abhängt. Zu diesem Thema ranken sich viele Mythen, die es wert sind, entlarvt zu werden. Nachfolgend sind einige davon aufgeführt.

Straffender Balsam reduziert Cellulite – FAKT/MYTHOS

Ziel der Schlankheitskosmetik ist die Verbesserung der Hautfestigkeit und der Mikrozirkulation. Sie enthalten am häufigsten Koffein, Zimt, Algen, Ginseng, Guarana, Elastin und Retinol. Pflanzenextrakte und -auszüge wirken wärmend und erleichtern das Eindringen anderer Inhaltsstoffe.

Die Wirksamkeit der Präparate hängt von individuellen Eigenschaften ab. Die Massage, die wir während des Auftragens von Kosmetika durchführen, fördert die Durchblutung und verbessert den Hautton und die Festigkeit. Anti -Cellulite -Kosmetik sollte ergänzend zur Schlankheitskur eingesetzt werden. Kein Produkt lässt Orangenhaut im Handumdrehen verschwinden. Der Schlankheitseffekt ist in erster Linie auf die Ernährung und regelmäßige körperliche Aktivität zurückzuführen.

Paraffin und Silikone dringen nicht in die tiefen Schichten der Epidermis ein - FAKT

Silikone und Paraffine sind Inhaltsstoffe, die Kosmetika sehr häufig zugesetzt werden. Der Glaube, sie würden die Haut verstopfen und sie nicht atmen lassen, ist ein Irrtum. Sie bilden eine halbdurchlässige Schicht, die den Sauerstofffluss ermöglicht. Sie sind völlig sicher, dringen nicht in die lebenden Schichten der Haut ein und wirken nur auf der Oberfläche.

Kollagen in Kosmetika dringt in die Haut ein – FAKT/MYTHOS

Reines Kollagen hat ein großes Molekül, das verhindert, dass es in tiefere Hautschichten eindringt. In Kosmetika wird am häufigsten tierisches Kollagen verwendet, hydrolysiert und nativ (also natürliches Kollagen). Kollagen ist ein Protein, das die Epidermisbarriere nicht überwinden kann. Anders verhält es sich jedoch beim Kollagen in der Dreifachhelixform, das aus Peptiden und Aminosäuren besteht, die Fibroblasten zur Kollagenproduktion anregen können.

Anti-Falten-Creme lässt Ihre Haut jünger aussehen – MYTHOS

Es gibt kein Kosmetikum, das den Alterungsprozess und die Faltenbildung aufhält. Durch die richtige Pflege und regelmäßige Anwendung von Cremes kann dieser Prozess nur verzögert werden. Ziel von Anti-Falten-Produkten ist es, die Haut mit Feuchtigkeit zu versorgen, zu glätten und vor Strahlung zu schützen, damit sie langsamer altert.

Die chemischen Eigenschaften von Kosmetika werden zunehmend verändert, was eine bessere Durchlässigkeit der Wirkstoffe ermöglicht. Bedenken wir, dass die Barriere, die die Hornschicht bildet, in erster Linie dazu dient, unsere Haut vor übermäßigem Wasserverlust und schädlichen äußeren Einflüssen zu schützen.

Die Autorin des Artikels ist Monika vom Blog KosmetykoFanki .


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